30
Okt
2008

Graf über Späße und das linkslinke DÖW

Martin Graf beantwortete gestern die Fragen von Nutzern im Chat der Presse.

Seine Gesinnung scheint genauso stramm rechts zu sein, wie es die Mitgliedschaft in der Olympia nahe legt. Auf alle Fälle antwortet er auf kritische Fragen ausweichend bis zynisch.

Zum Beispiel war da mal Frank Rennicke bei seinem "Bund fürs Leben" eingeladen. Dazu meint Graf:
Ich muss offen gestehen, ich kenne kein einziges Lied von Herrn Rennicke und bin daher nicht in der Lage, Ihre Frage seriös zu beantworten.
Sicherlich. Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, das die Olympia ja als rechtsextrem einstuft, hält Graf gleich für eine "linke Organisation":
Das DÖW ist eine sehr links angesiedelte Organisation. Aus der Sicht des DÖW ist meinem Dafürhalten nach jede Position, die nicht links angesiedelt ist, bereits rechtsextrem.
Der Vorstand des DÖW setzt sich vorwiegend aus Parteimitgliedern von SPÖ und ÖVP zusammen. Nach Grafs Dafürhalten sind das dann wohl "sehr linke Parteien". Das sagt wohl wenig über die Parteien oder den DÖW aus, sondern viel mehr über die politische Einstellung des Herrn Graf.

Eine schiere Verhöhnung der Intelligenz der Fragestellenden, ist die Aussage Grafs, er würde Verbände wie die Wiking-Jugend nicht kennen:
Ich kenne weder eine Burschenschaft mit dem Namen Wikung noch mit dem Namen Wartburg.
Den Flyer der Olympia, der an seine Mitglieder Anforderungen stellt, die stark an die Definition eines Herrenmenschen erinnern (Zitat und mehr zur Olympia bei Ponti), spielt Graf als "Spaß" herunter.
Dieses Flugblatt stammt aus den 80er-Jahren, war eher als witziger Gag gemeint, der in der Öffentlichkeit gründlich danebengegangen ist. Aus heutiger Sicht müssen wir zur Kenntnis nehmen, das die Political Correctness keinen Spaß versteht.
Dass Graf für das Amt des 3. Nationalratspräsidenten praktisch untragbar ist, wurde schon vielerorts in der Blogosphäre erörtert und ist an sich nichts Neues; diesen Artikel nur als Zugabe für die unverbesserlichen Optimisten, die vielleicht glauben, Graf hätte seine rechtsextreme Vergangenheit abgelegt und wäre ein "ganz normaler" Politiker.

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